In der dritten Runde wollen wieder einmal Leute den Jungs und noch heißeren Mädels der Third Street Bande die Suppe versalzen. Die neue Organisation namens Syndikat angeführt von einem belgischen Banken Besitzer, will den Saints ihr Monopol in Steelport nicht mehr überlassen. Nachdem die Anführer der Saints dieses mal kurzerhand in typischer Manier den ganzen Tresorraum einer Bank mit gehen lassen wollen. Scheinbar sollte alles reibungslos funktionieren, auch wenn der eigentliche Überfall sich schon schwieriger als gedacht herausstellte, da die Bankiers auf einen Überfall der Saints bis zu den Zähnen bewaffnet vorbereitet waren.
Irgendwie noch mal aus der Zwickmühle gekommen, entschlossen sich Johnny, Pierce, Shaundi und ein weiterer Protagonist dann einfach den ganzen Tresor mit zu nehmen. Zwar wurde hier schnell um disponiert doch leichter wurde es für die Vier dennoch nicht, da nun auch die Polizei mit Spezialeinheiten alles daran setzte, die Vier dingfest zu machen. Ein Kugelhagel wie er nicht bleihaltiger sein konnte, hält die Gruppe nicht davon ab ihren Plan weiterhin umsetzen, so dass sie den Tresor mal kurzer Hand aus dem Hochhaus herausreißen und zwar mit Hilfe eines Helikopters. Der Sieg ist fast sicher, doch es werden immer mehr Helikopter und diese lassen sich nicht mehr alle aufhalten und unser Helikopter stürzt im Schusswechsel ab und unser Protagonist kann sich so gerade eben noch zurück auf das Dach retten. Auch wenn die Lila Bande sich eigentlich nie geschlagen gibt, bleibt uns hier nichts anderes übrig, mit zwei Dutzend bewaffneten SWAT Einheiten die uns jetzt ins Visier nehmen.
Da brach die Gewinnsträhne der Saints langsam aber stetig ab
Damit belasse ich es an dieser Stelle auch direkt wieder mit der Preisgabe der Geschichte am Start des Spiels. Dies ist nur ein kleiner Teil der Einleitung vom dritten Teil des Grand Theft Auto Konkurrenten aus dem Hause THQ. Hier wird seit dem zweiten Titel der Schwerpunkt bekannter maßen auf Spaß gelegt und daher ist es um einiges weniger realistisch wie vergleichsweise GTA 4. Daher werde ich keine direkten Vergleich zum gerade genannten Titel machen.
Jetzt heißt es wieder alles zurück auf Anfang
Das Konto ist leer und die Bande ist komplett pleite, dank unserem belgischen Widersacher. Jetzt steht es auf der Tagesordnung, wieder zu zeigen wer hier den längeren Schwanz das sagen hat. So dauert es nicht lange und man macht sich auf, hier für Recht und Ordnung zu sorgen. Eins ist wieder definitiv klar gestellt, die neue Engine ist zwar nicht auf Realismus geeicht, aber dafür ist der Spaß auf jeden Fall gegeben. Auch bekommt man es mit neuen Kontrahenten zu tun die sich die Macht unter den Nagel reißen wollen.Wie Zum Beispiel die Luchadors ein Bande von Profi-Strumpfhosenträger-Proleten oder einfach Wrestlern, die Angeführt werden von einem Typen namens “KILLBANE”. Des weiteren bekommt man es mit den Emo-Anime-Pyseudo Dante Bande zu tun, den Deckers eine Hackergemeinde die angeführt wird von einem Typen namens “Matt”. Die die Macht den Cyberspace in Steelport für sich in Anspruch nehmen.
Neue Feinde und neue Freunde
Wir bekommen nicht nur neue Feinde, sondern bekommen auch neue Mitstreiter für unsere Saints. Wie die Computerexpertin und Ex-FBI Agentin Kinzy oder den Übermenschen Oleg, welche sich uns anschließen und uns mit Tatkraft unterstützen. Alles was wir in Steelport an Aufträgen und Missionen bekommen, erhalten wir über ein Handy. Ob es Missionen von unseren Mitstreitern sind oder einfach irgendwelche Leute die dringen um Hilfe bitten.
Nebenmissionen/ Ablauf
Für Abwechslung auch außerhalb der Hauptgeschichte wurde wiedermal gesorgt. Hier runter fallen die bisher schon bekannten Versicherungsbetrüge und Eskorten von leicht bekleideten Mietzen. In zwei Punkten hat man jetzt neue Dinge zu entdecken. Zum einen, die Professor Doktor Genki Herausforderungen, die in Spiel Show gehaltenen Pakuren die man hier absolvieren muss, welche für meinen Geschmack lustig im japanischen Spiel Show Design gehalten wurden. Die andere Neuerung in den Nebenmissionen sind, das man nicht wie bisher für Saints Row typisch pro Nebenmission bis zu acht Herausforderungsstufen mehr hat. Diese wurden auf durchschnittlich Vier heruntergeschraubt, dafür sind die Aufgaben nicht immer die selben. So sind Amokfahrten zum einen mit einem Quad durch Checkpoints zu fahren und während dessen muss man versuchen, so viel Schaden zu verursachen wie es geht. Andere Amokfahrten welche unter dem selben Symbol laufen, sind Hacker Missionen wo ihr im Cyberspace mit einem Motorrad versuchen müsst, durch Checkpoints zu fahren,um den versuchten Hack zu absolvieren.Besondere Herausforderung sind Firewalls, die am besten Umfahren werden sollten. Ebenfalls bestehen Eskorten nicht mehr darin, leicht bekleidete Mädels herum zu Fahren sondern es gibt hier auch eine leicht abgewandelte Version des aus Saints Row 2 bekannten herumfahren vor der Presse. Nur das ihr einen Tiger herum fahren müsst, welcher im Blitzlicht auf eurem Beifahrersitz um sich schlägt.
Wobei mir diese Missionen zwar in ersten Eindrücken lustig erscheinen und durch die Story auch einen Hauch von Sinn haben, doch nach dem zweiten Herumfahren irgendwie sinnlos erscheinen. Wer Flitzer lustig findet, darf im Spiel selbst einer sein!!!
Jäger-Sammler und Hobby-RPG-Fetischisten
Wer geglaubt hat, das man hier keine besonderen Objekte einsammeln müsste, sollte noch mal seinen Glauben in diesem Punkt prüfen. Zwar bietet das eine weitere Gelegenheit, weitere Dinge im Spiel zu unternehmen, aber seit GTA 4 sind zwei Dinge vielen Spielern wichtig.Punkt eins, es wird nervtötend wenn es zu viele unscheinbare Dinge sind, hier gibt sich niemand gerne Mühe, selbst mit Lösung und zum zweiten sollte es ins Spielgeschehen passen. Scheinbar haben sich die Entwickler von Saints Row hier Gedanken gemacht und so müsst ihr lediglich 60 Objekte einsammeln. Diese sammelbaren Objekte wurden Themen gerecht eingebaut, wie Drogen-,Geld- und Gummipuppen Platten. Von diesen gibt es jeweils 20 in ganz Steelport.
Wer jetzt keine Lust hat, sich auf den Weg zu machen, um danach zu suchen und direkt im Internet nach einer Lösung schauen möchte,für diese Leute bietet Saints Row unter den vielen im Spiel befindlichen Fähigkeitsupgrades die Option, sich diese sammelbaren Gegenstände auf der Karte anzeigen zu lassen.
Wo wir direkt zum nächsten und zum größten neuen Inhalt von Saints Row: The Third kommen, das Aufwertungssystem.Es gibt hier fast nichts, was man nicht aufwerten kann. Ich möchte hier mal behaupten, das 90% aller Waffen sich in bis zu vier Stufen aufwerten lassen. Hier für braucht ihr lediglich Geld, was im Spiel recht flott zusammen getragen ist und ein entsprechendes Respekt Level und schon kann das Aufwerten begingen.Ob ihr euch dafür entscheidet, eure Bandenmitglieder mit mehr Gesundheit auszustatten oder anderen Waffen, sie resistenter gegen etwaigen Schaden werden sollen,nur um hier ein paar Punkte zu nennen. Das Doppelte gilt dann noch einmal für euren Charakter. Ihr wollt eure Waffen separat mehr aufwerten, Kugeln oder Feuer sollen euch weniger bis keinen Schaden mehr zu fügen, rennen ohne Pause wäre auch nicht schlecht, alle meine Autos sollen Nitro haben oder ich will die Leute weiter werfen? Das Motto, nichts ist unmöglich muss lediglich durch “fast” ergänzt werden um auf dieses wirklich sinnvolle System zu zutreffen.
Eins noch…nur eins noch
Im Verlaufe des Spiels sind viele Aufwertungen eures Charakters wirklich angebracht, da ihr es mit einem mir hier nur angedeuteten Gegner zu tun bekommt die einen eher an Mass Effect oder Halo erinnern. Bekanntermaßen machen Laserwaffen mehr Schaden als herkömmliche.
Fazit
Saints Row: The Third macht wieder einmal genau so viel Spaß, wie die Vorgänger, gerade wer dem nicht ganz ernsten Gangster Szenario immer etwas abgewinnen kann, sollte hier direkt zuschlagen. Der neue Charakter Editor erlaubt es einem auch Charaktere aus anderen Spielen nach zu basteln. Auch die Schlachtplätze wechseln im Spielverlauf sehr schön, so müsst ihr nicht nur in der Luft herum röddeln auch ins Weltall und in den Cyberspace verschlägt es uns. Ebenfalls sollte man das Fahrzeug Tuning wie in den alten Zeiten von Need For Speed Underground 1 und 2 hier im Spiel nicht vergessen.
Leider auch negative Aspekte
Saints Row macht alles in allem wirklich Spaß. Aber es gibt auch Dinge zu bemängeln, wie zum einen das die 48 Hauptmissionen bis zur 30 Missionen mit dem eigentlichen Geschehen absolute nichts zu tun haben.Damit nicht genug, sind acht dieser Missionen eigentlich nur erklärte Nebenmissionen und drei weitere sind nur sehr kurze Sequenzen. Dafür das den Saints das Geld ausgegangen ist bekommt man für mein Empfinden im Spiel viel zu schnell viel zu viel Geld ,so dass es sich gar nichts lohnt, Leute oder Läden auszurauben da hier mal im besten Fall 100Dollar abfallen. Selbst für das simple Driften in einer Kurve bekommt man hier schon 200 Dollar, je nach Länge auch mehr.
Das Geschehen ist mit rund 18 Missionen relativ kurz, bietet einem dafür aber jede menge Action und Entscheidungsmöglichkeiten, was sich wiederum sehr schnell in Sinneslücken im Geschehen äußert. Musik ist ein Punkt der nun mal Geschmackssache ist, daher ist der folgende Punkt nicht für jeden passend. Die Musik in den Radiosendern wirkt sehr Mau, eine Handvoll von Titel die sehr bekannt sind oder bekannter als der Rest, wirken peppiger.Diese Titel laufen aber auch fast bei jedem geklauten Auto. Die Theme Musik von Saints Row: The Third taucht lediglich ein paar wenige Male in Sequenzen auf.
PRO:
- das”fast” alles Aufwertungssystem
- Wrestling Moves bei Angriffen
- verschiedene Spielorte (Cyberspace,Weltall…)
- lustige Nebenmissionen(Flitzer,Prof.Genki,…)
KONTRA:
- Bandenmitglieder sehr selten auf der Straße
- später Beginn der Story
- teilweise viel zu einfach ( Ohne Aufwertung auf Normal)
- 35 Stunden Spielzeit für 100% ( inklusive langem sinnlosem Herumlaufen)













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