Fallout: New Vegas – Entscheidungen und Konsequenzen
Die Fortsetzung von Fallout 3 steht nun schon einige Wochen in den Regalen. Nach dem großen Erfolg von Fallout 3, haben Kritiker und Fans gespannt auf den nächsten Ausflug in die apokalyptische Welt von Fallout gewartet und endlich ist es soweit. Dieses Mal geht es in die Mojave-Wüste nach New Vegas. Der Spieler landet hier in einem Machtkampf zwischen Politik und Glücksspiel. Im Gegensatz zu den meisten Städten ist Vegas weitestgehend unbeschadet, jedoch auch auf dem Stand der 50er Jahren stehen geblieben, als man nur davon träumen konnte in einem Casino online via Internet zu spielen.
Die Entwickler sind dem Fallout 3 Gameplay weitestgehend treu geblieben, nur einzelne Feinheiten wurden optimiert oder erweitert. So z. B. der Umgang mit Begleitern, wie Hunden oder Zombies, als auch der Einsatz von Nahkampfwaffen. Beim regulären Gameplay hat man zwar nur vereinzelt Hand angelegt, dafür haben die Entwickler im Bereich des Rollenspiels Vollgas gegeben.
Offenbar lag der Fokus hier ganz besonders auf den Entscheidungen, die der Spieler treffen muss oder kann, sowie deren daraus resultierenden Konsequenzen. Zwar hatte der Spieler auch bei Fallout 3 zahlreiche Entscheidungen zu treffen, jedoch waren deren Konsequenzen niemals so weitreichend wie bei New Vegas. Das Ganze führt soweit, dass der Spieler schon sehr bald feststellt, dass er jede kleine Mission mit Vorsicht angehen sollte. Aus einer kleinen Nebenmission kann sich, wenn man unbedacht vorgeht, schnell ein riesiger politischer Machtkampf entwickeln, zwischen deren Fronten sich der Spieler wiederfindet.
Möchte man mit sensiblen Daten schnelles Geld verdienen und sie verkaufen, oder lieber doch vernichten, damit sie nicht dem Falschen in die Hände fallen? Soll ich den verfügbaren Strom nur an Vegas weiterleiten oder sollen alle Menschen und Ortschaften in der Umgebung davon profitieren? Dies sind nur kleine Beispiele, in denen die Entscheidungen des Spielers Konsequenzen nach sich ziehen und oft treten sie nicht sofort ein. Vielleicht hat man schon längst vergessen, dass man einem Unbekannten übel mitgespielt hat, der sich dann erst viel später als gefährlicher Widersacher herausstellt.
Doch auch die Entwicklung des Charakters zählt zu den wichtigen Entscheidungen. Der Spieler hat die Möglichkeit seinen Charakter völlig frei zu entwickeln, dank des so genannten S.P.E.C.I.A.L.-Systems. Neben den körperlichen Grundwerten darf man sich auch frei in den Fähigkeiten entwickeln. Wer einen hohen Wert in Sprache hat, der bekommt weitere Gesprächsoptionen und hat z. B. die Möglichkeit, ganz andere Wege bei einem Verhör einzuschlagen. Wer sich mit elektrischen Geräten auskennt, der kann Stromaggregate reparieren und kann evtl. Missionen abschließen, die anderen verwehrt bleiben. Entsprechend muss auch die Charakterentwicklung gut durchdacht sein.

Aber nicht immer muss der Spieler schwer grübeln, denn es gibt auch Möglichkeiten zur Entspannung. Da man sich hier in Vegas aufhält, darf natürlich auch der berühmte Strip nicht fehlen. Hier kann man bei dem einen oder anderen Mini-Spiel im Casino abschalten. Die Entscheidungen, welche man hier trifft, wirken sich in der Regel nur auf den eigenen Geldbeutel aus. Wer also all sein Geld beim Roulette auf Rot setzt und verliert, der braucht nur um sein Geld fürchten, jedoch nicht um einen politischen Krieg, bei dem beide Fronten auf den Spieler zielen. Wobei, was wäre wenn man all sein Geld verspielt, die Munition ausgeht und man von Banditen erpresst wird und diese einen Batzen Geld verlangen… Vielleicht könnte auch dies geschehen, wer weiß? Wem das zu riskant ist, der kann dann einfach abseits von Fallout online Roulette spielen, dort ist die Chance deutlich geringer im Anschluss überfallen zu werden.
Für Rollenspieler hat sich Fallout in jedem Fall in die richtige Richtung entwickelt. Das Zusammenspiel von Entscheidung und Konsequenz funktioniert hier sogar besser, als bei Vorzeigetiteln, wie Dragon Age: Origins und Mass Effect. Gepaart mit der freien Charaktergestaltung kann sich der Spieler hier frei nach seinen Wünschen entfalten.
Doch auch die Entwickler haben mit Entscheidungen und Konsequenzen zu kämpfen. Denn auch wenn das Gameplay und der Rollenspielaspekt bei Fallout: New Vegas sehr gelungen ist, haben die Spieler zusätzlich zu den sonstigen Problemen in der Welt von Fallout mit zahlreichen Bugs zu kämpfen. Viele Spieler beschweren sich über diverse Bugs, wie Bugs die das Abschließen von bestimmten Quests unmöglich machen, NPCs die irgendwo feststecken oder seltsame Animationen und Clipping-Fehler. Erste Patches hat Obsidian Entertainment schon herausgebracht, doch viele Bugs sind immer noch nicht entfernt worden. Doch nicht alle Bugs sind von Nachteil. Denn so gibt es z. B. einen sehr hilfreichen Bug, der den Diebstahl im Spiel erleichtert. Wer sich am Ladentresen einfach bedient, ohne zu bezahlen, bekommt Probleme mit dem Gesetzt, doch dafür gibt es eine Lösung. Nimmt man sich einen Eimer und legt die Waren des Händlers dort hinein (ohne sie vorher einzustecken), beschwert sich der Händler erst einmal nicht. Sobald der Eimer voll ist, nimmt man diesen (nicht einstecken) und trägt ihn vor sich her, bis man außerhalb der Sichtweite des Händlers ist. Nun kann man die Waren unbehelligt einstecken und alle, bis auf den Händler, sind glücklich.










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